Automatische IP-Konfiguration im Netzwerk — vom ersten Broadcast bis zur fertigen Lease.
Das Dynamic Host Configuration Protocol weist Geräten im Netzwerk automatisch IP-Adressen, Subnetzmasken, Gateways und DNS-Server zu.
Statt jedes Gerät manuell zu konfigurieren, übernimmt ein DHCP-Server die Vergabe. Ein Client, der sich ins Netzwerk einklinkt, durchläuft den sogenannten DORA-Prozess — vier Schritte, die in Sekunden ablaufen.
Discover → Offer → Request → Acknowledge. Klicke auf „Starten" und verfolge jeden Schritt der Kommunikation.
DHCP-Adressen sind nicht dauerhaft — sie werden geliehen. Und manche Geräte brauchen feste Zuweisungen.
Jede IP wird für einen bestimmten Zeitraum vergeben (z. B. 24h). Bei 50 % der Lease versucht der Client, die Adresse zu verlängern (T1 Renewal). Bei 87,5 % wird ein Rebinding-Versuch gestartet (T2 Rebind).
Der Admin kann eine bestimmte IP dauerhaft einer MAC-Adresse zuweisen. Das Gerät durchläuft trotzdem DORA, bekommt aber immer die gleiche Adresse — ideal für Drucker, Server, etc.
Bei T1 sendet der Client einen DHCP Request direkt an den Server (Unicast). Antwortet dieser nicht, wird bei T2 ein Broadcast gesendet. Läuft die Lease ab, startet DORA erneut.
Ein DHCP-Scope definiert den IP-Bereich und die Optionen (Gateway, DNS, Lease-Dauer). Adressen können aus dem Pool ausgenommen werden (Exclusion), z. B. für statisch konfigurierte Geräte.
Was passiert, wenn Client und Server in verschiedenen Subnetzen sind?
Da DHCP-Broadcasts nicht über Router hinweg weitergeleitet werden, wandelt der Relay Agent den Broadcast in einen Unicast um und leitet ihn an den DHCP-Server weiter. Das Feld giaddr (Gateway IP Address) verrät dem Server, aus welchem Subnetz die Anfrage stammt.