Lineare Funktionen
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Maturavorbereitung · Funktionale Abhängigkeiten

Lineare Funktionen –
der große Übungszettel

15 sorgfältig aufgebaute Aufgaben in fünf Themenblöcken: von der Modellierung aus zwei Datenpunkten über Tarif‑ und Kostenfunktionen bis zu Bewegungsaufgaben und dem Lesen von Graphen. Alle Aufgaben sind im Stil der österreichischen Matura formuliert.

A Modellieren & Transferieren B Operieren & Rechnen C Interpretieren & Dokumentieren D Argumentieren & Begründen
So arbeitest du mit dem Zettel:
  • Tippe deine Ergebnisse ein und klicke auf Prüfen – Komma oder Punkt als Dezimaltrennzeichen ist egal (z. B. 1,5 oder 1.5).
  • Rechne zuerst selbst, vergleiche dann mit Lösung anzeigen – dort steht jeder Schritt erklärt.
  • Oben siehst du deinen Fortschritt. Ganz unten findest du eine Checkliste zur Selbsteinschätzung.
Merkhilfe: alles Wichtige auf einen Blick Theorie

Die Grundform

Eine lineare Funktion hat die Gleichung

f(x) = k · x + d

k = Steigung = Änderungsrate. Sie sagt, um wie viel sich y ändert, wenn x um 1 steigt (z. B. Kosten pro Stück, km pro Stunde, € pro Minute).

d = y-Achsenabschnitt = Anfangswert bei x=0 (z. B. Fixkosten, Grundgebühr, Startposition).

Gleichung aus 2 Punkten

Gegeben zwei Wertepaare (x₁ | y₁) und (x₂ | y₂):

  1. Steigung: k = y₂ − yx₂ − x
  2. Ein Wertepaar in y = kx + d einsetzen und nach d auflösen.
  3. k und d in die Gleichung schreiben – fertig.

Kostenrechnung

Gesamtkosten: K(x) = k·x + F  (k = variable Stückkosten, F = Fixkosten).

Erlös: E(x) = p·x  (p = Verkaufspreis pro Stück).

Gewinn: G(x) = E(x) − K(x).

Break‑even‑Point: dort gilt E(x) = K(x) bzw. G(x) = 0. Ab da beginnt die Gewinnzone.

Bewegung (Weg–Zeit)

Weg in Abhängigkeit von der Zeit: s(t) = v·t + s.

v = Geschwindigkeit (Steigung), s = Startentfernung bei t=0.

Startet jemand später (um Δ Stunden), schreibt man v·(t − Δ) – die Bewegung beginnt erst ab t = Δ.

Treffen/Einholen: beide Wegfunktionen gleichsetzen und nach t auflösen.

A

Lineare Gleichung aus Daten aufstellen

Aus zwei gegebenen Wertepaaren die Funktionsgleichung k·x + d bestimmen und die Bedeutung von k und d deuten.

A1 · Wasserkosten ABC

Ein Wasserversorger verrechnet eine fixe Grundgebühr plus einen Preis pro Kubikmeter. Ein Haushalt zahlt bei einem Verbrauch von 150 m³ insgesamt € 202,50, bei 400 m³ insgesamt € 502,50.

Verbrauch x (m³)Kosten K (€)
150202,50
400502,50

a) Ermittle die Gleichung der Kostenfunktion K(x) = k·x + d.

b) Was bedeuten k und d in diesem Kontext?

Preis pro m³ — Steigung k = €/m³
Grundgebühr — Achsenabschnitt d =
A2 · Taxitarif AB

Ein Taxi verrechnet einen Grundpreis plus einen festen Betrag pro Kilometer. Nach 4 km zeigt der Taxameter € 11,40, nach 10 km € 23,40.

a) Stelle die Tarifgleichung K(x) = k·x + d auf (x in km).

b) Wie viel kostet eine Fahrt über 18 km?

Preis pro km k = €/km
Grundpreis d =
b) Kosten für 18 km =
A3 · Mobilfunk-Datentarif ABC

Ein Datentarif besteht aus einer monatlichen Grundgebühr und einem Preis pro verbrauchtem Gigabyte. Bei 4 GB betragen die Kosten € 23,00, bei 10 GB € 38,00.

a) Bestimme K(x) = k·x + d.

b) Bei welchem Datenverbrauch betragen die Kosten genau € 43,00?

Preis pro GB k = €/GB
Grundgebühr d =
b) Verbrauch bei € 43,00 = GB
B

Tarife vergleichen

Zwei lineare Tarife gleichsetzen, den Wechselpunkt finden und begründen, welcher Tarif wann günstiger ist. Inklusive eines abschnittsweise definierten Flatrate‑Tarifs.

B1 · Zwei Handytarife ABD

Ein Anbieter hat zwei Tarife. Tarif Klassik: € 9,90 monatliche Grundgebühr und € 0,04 pro Gesprächsminute. Tarif Vielnutzer: € 19,90 Grundgebühr und € 0,02 pro Minute.

a) Stelle für beide Tarife die Kostenfunktion in Abhängigkeit von der Gesprächszeit t (in Minuten) auf.

b) Ab welcher monatlichen Gesprächszeit ist „Vielnutzer“ günstiger? Begründe.

Wechselpunkt: beide gleich teuer bei t = min
B2 · Zwei Stromanbieter ABC

Anbieter A: € 8,00 monatliche Grundgebühr und € 0,25 pro kWh. Anbieter B: € 18,00 Grundgebühr und € 0,20 pro kWh.

a) Bei welchem monatlichen Verbrauch sind beide Anbieter gleich teuer?

b) Ein Haushalt verbraucht 150 kWh pro Monat. Welcher Anbieter ist günstiger und um wie viel?

a) Gleicher Preis bei x = kWh
b) Ersparnis des günstigeren Anbieters bei 150 kWh =
Kosten beider Anbieter — der Schnittpunkt ist der Wechselpunkt.
B3 · Flatrate (abschnittsweise) BCD

Ein Anbieter bietet zwei Flatrate‑Tarife mit Freiminuten an. Danach wird jede Minute extra verrechnet.

KSmart(t) = { 12,   0 ≤ t ≤ 500 0,10·t − 38,   t > 500
KAktiv(t) = { 18,   0 ≤ t ≤ 900 0,08·t − 54,   t > 900

a) Lies für Tarif Smart Grundgebühr, Freiminuten und den Preis pro Minute nach Überschreiten ab.

b) Wie viel kosten 1200 Gesprächsminuten in jedem Tarif?

a) Smart — Grundgebühr =
a) Smart — Freiminuten = min
a) Smart — Preis pro Minute danach =
b) Smart bei 1200 min =
b) Aktiv bei 1200 min =
C

Kostenfunktionen & Break-even-Point

Fixkosten und variable Kosten aus Produktionsdaten bestimmen, Erlös‑ und Gewinnfunktion aufstellen und den Break‑even‑Point berechnen.

C1 · Kostenfunktion & Budget AB

In einem Betrieb fallen bei einer Produktion von 20 ME Kosten von € 4400 an, bei 50 ME sind es € 7400. Es wird ein linearer Kostenverlauf angenommen.

a) Ermittle die Kostenfunktion K(x) = k·x + F (variable Stückkosten und Fixkosten).

b) Wie viele ME dürfen höchstens produziert werden, damit die Kosten € 9000 nicht übersteigen?

a) variable Kosten k = €/ME
a) Fixkosten F =
b) höchstens produzierbare ME = ME
C2 · Erlös, Gewinn, Break-even ABCD

Die Gesamtkosten eines Betriebes sind linear: bei 40 Stück betragen sie € 2600, bei 90 Stück € 4100. Jedes Stück wird um p = € 50 verkauft.

a) Bestimme die Kostenfunktion K(x) und lies die Fixkosten ab.

b) Stelle Erlösfunktion E(x) und Gewinnfunktion G(x) auf.

c) Berechne den Break‑even‑Point und den Gewinn bei 100 Stück.

a) Fixkosten F =
a) variable Stückkosten k = €/Stk
c) Break‑even‑Point bei x = Stk
c) Gewinn bei 100 Stück =
Kosten K, Erlös E und der Break‑even‑Point. Rechts davon liegt die Gewinnzone.
C3 · Funktionsschreibweise deuten BC

Für eine Firma gilt zwischen Stückzahl x und Gesamtkosten ein linearer Zusammenhang. Bei 200 Stück betragen die Kosten € 69 000, bei 500 Stück € 105 000.

a) Ermittle K(x).

b) Formuliere die Frage zu K(370) = ? in Worten und berechne den Wert.

c) Formuliere die Frage zu K(x) = 100 000, x = ? in Worten und berechne x (auf ganze Stück gerundet).

a) variable Kosten k = €/Stk
a) Fixkosten F =
b) K(370) =
c) x bei K = 100 000 Stk
D

Bewegungsaufgaben

Weg‑Zeit‑Funktionen aufstellen (auch bei späterem Start), Treffpunkte berechnen, Gleichungen richtig zuordnen und Diagramme lesen.

D1 · Eine Fahrt modellieren AB

Ein Radfahrer startet um 9:00 Uhr in Stadt A und fährt mit durchschnittlich 18 km/h Richtung Stadt B. t ist die Fahrzeit in Stunden, s(t) der zurückgelegte Weg in km.

a) Stelle die Funktionsgleichung s(t) auf.

b) Um wie viel Uhr ist er 63 km von A entfernt?

a) Steigung in s(t) = k·t: k = km/h
b) Fahrzeit bis 63 km = h
D2 · Einholen (späterer Start) ABC

Anna startet um 14:00 Uhr zu Fuß mit 6 km/h von zu Hause Richtung See. Ben startet um 15:00 Uhr (eine Stunde später) mit dem Rad und 18 km/h auf derselben Strecke. t = Zeit in Stunden ab 14:00 Uhr.

a) Stelle die Wegfunktionen sA(t) und sB(t) auf.

b) Wann und in welcher Entfernung holt Ben Anna ein?

c) Der See ist 21 km entfernt. Um wie viel früher ist Ben dort als Anna?

b) Ben holt Anna ein nach t = h
b) Entfernung beim Einholen = km
c) Ben ist am See früher um = h
D3 · Gleichung zuordnen ABC

Die Entfernung Wien–Graz beträgt ca. 200 km. t = Zeit in Stunden ab 8:00 Uhr, s(t) = Entfernung von Wien in km.

A:  s(t) = 200 − 80·t
B:  s(t) = 200 − 80·(t − 1)
C:  s(t) = 60·t
D:  s(t) = 60·(t − 1)

a) Tom startet um 8:00 Uhr in Wien und fährt mit 60 km/h Richtung Graz. Welche Gleichung passt?

b) Lisa startet um 9:00 Uhr in Graz und fährt mit 80 km/h Richtung Wien. Welche Gleichung passt?

c) Wann und wo treffen sich die beiden? (in der Lösung erklärt)

a) Tom →
b) Lisa →
c) Treffzeit nach t = h
D4 · Weg-Zeit-Diagramm lesen BC

Lena und Theo fahren zwischen zwei Orten, die 60 km auseinanderliegen. Das Diagramm zeigt die Entfernung von Theos Startort in Abhängigkeit von der Zeit (t = 0 entspricht dem gemeinsamen Startzeitpunkt).

a) Lies die Geschwindigkeit von Theo (sT) und Lena (sL) ab — in km/h.

b) Nach wie vielen Minuten begegnen sie einander, und in welcher Entfernung?

a) Theos Geschwindigkeit = km/h
a) Lenas Geschwindigkeit = km/h
b) Begegnung nach = min
b) Entfernung bei Begegnung = km
E

Graphen lesen

Aus dem Graphen einer Geraden den Achsenabschnitt d und die Steigung k ablesen und die Funktionsgleichung aufstellen.

E1 · Gerade ablesen BC

Die Grafik zeigt die Kosten f(x) eines Dienstes in Euro bei x verbrauchten Einheiten.

a) Lies Achsenabschnitt d und Steigung k ab und gib f(x) = k·x + d an.

b) Bei wie vielen Einheiten betragen die Kosten € 50?

a) Achsenabschnitt d =
a) Steigung k = €/E
b) Einheiten bei € 50 = E

Selbsteinschätzung

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