Berufsreifeprüfung · Angewandte Mathematik
Wahrscheinlichkeiten berechnen und Verteilungen verstehen – im Stil der zentralen BRP/SRDP-Klausur. Teil 1 übt die Grundkompetenzen (Laplace, Gegenereignis, Baumdiagramm, Erwartungswert), Teil 2 bringt Binomial- und Normalverteilung.
Merke: Eine Wahrscheinlichkeit liegt immer zwischen 0 und 1 – als Dezimalzahl eingeben (z. B. 0,5).
Laplace-Wahrscheinlichkeit, Gegenereignis, Baumdiagramm und Erwartungswert.
Ein fairer Würfel wird einmal geworfen. Laplace: P = günstige Fällemögliche Fälle.
P(6) = 16 ≈ 0,17.
gerade: 2,4,6 → 36 = 0,5.
> 4: 5,6 → 26 ≈ 0,33. 0,17 · 0,5 · 0,33
Gegenwahrscheinlichkeit: P(Gegenereignis) = 1 − P(Ereignis).
P(keine 6) = 1 − 16 = 56 ≈ 0,83.
P(mind. eine 6) = 1 − (56)2 = 1 − 2536 = 1136 ≈ 0,31. 0,83 · 0,31
Wahrscheinlichkeiten liegen zwischen 0 (unmöglich) und 1 (sicher). Antwort A
Aussagen 1 und 2
In einer Urne sind 3 rote und 2 blaue Kugeln (5 insgesamt). Es werden 2 Kugeln gezogen. Pfadregel: Wahrscheinlichkeiten entlang eines Pfades multiplizieren.
P(rot) = 35 = 0,6.
mit: 35·35 = 925 = 0,36.
ohne: 35·24 = 620 = 0,3 (eine rote Kugel weniger). 0,6 · 0,36 · 0,3
Pro Würfel 6 Möglichkeiten, unabhängig: 6 · 6 = 36. Antwort A
Würfel (Augenzahlen 1–6). Ordne jedem Ereignis seine Wahrscheinlichkeit zu.
Binomialverteilung: bei n unabhängigen Versuchen mit Trefferwahrscheinlichkeit p gilt μ = n·p und σ = √(n·p·(1−p)). In einer Produktion ist jedes Stück mit p = 0,1 defekt, n = 50 Stück.
μ = 50·0,1 = 5.
σ = √(50·0,1·0,9) = √4,5 ≈ 2,12. 5 · 2,12
Konkrete Wahrscheinlichkeiten mit der Binomialverteilung und die 68-95-99,7-Regel der Normalverteilung.
Ein Multiple-Choice-Test hat 4 Fragen mit je 4 Antworten. Wer rät, hat p = 0,25 pro Frage. Formel: P(X=k) = C(n,k)·pk·(1−p)n−k.
alle 4: 0,254 ≈ 0,0039.
keine: 0,754 ≈ 0,3164.
genau 1: C(4,1)·0,25·0,753 = 4·0,25·0,4219 ≈ 0,4219. 0,0039 · 0,3164 · 0,4219
Der IQ ist normalverteilt mit μ = 100 und σ = 15. Nutze die 68-95-99,7-Regel (Anteil innerhalb 1σ / 2σ / 3σ um μ).
Die Normalverteilung ist symmetrisch um μ → P(>100) = 0,5.
85…115 ist μ ± σ → ≈ 68 %.
70…130 ist μ ± 2σ → ≈ 95 %. 0,5 · 0,68 · 0,95
Die Gauß'sche Glockenkurve ist symmetrisch um μ; σ bestimmt ihre Breite. Antwort A
Die Binomialverteilung zählt Treffer bei n unabhängigen Ja/Nein-Versuchen mit gleichem p. Stetige Größen (B) modelliert man mit der Normalverteilung. Antwort A
P = günstige Fällemögliche Fälle, 0 ≤ P ≤ 1.
P(Ā) = 1 − P(A) – oft einfacher („mindestens ein …").
entlang eines Pfades · (multiplizieren), für mehrere Pfade + (addieren).
P(X=k) = C(n,k)·pk·(1−p)n−k
μ = np, σ = √(np(1−p)).
Glockenkurve, symmetrisch um μ. 68-95-99,7: Anteil in μ ± σ / 2σ / 3σ.
Binomial: Anzahl Treffer (zählbar). Normal: stetige Messgrößen (Größe, Gewicht …).
Hak ab, was sicher sitzt – tippe auf eine Zeile.